Premiere
Weitere Termine
  • Infos

    Altersempfehlung

    ab 16 Jahren

    Mit Einführung

    30 Minuten vor Beginn der Vorstellung

    Spielort

    Großes Haus

    Sprache

    russisch und italienisch, mit Übertiteln

    Bargespräche

    nach der Vorstellung vom

    14.03.26
  • Francesca da Rimini – Oper in zwei Szenen mit Prolog und Epilog | Musik von Sergej Rachmaninow | Libretto von Modest Tschaikowsky | nach dem 5. Gesang des Inferno in Dante Alighieris „La Commedia“ | Uraufführung 1906

    Gianni Schicchi – Komische Oper in einem Akt | Musik von Giacomo Puccini | Libretto von Giovacchino Forzano | nach einigen Versen aus dem 30. Gesang des Inferno in Dante Alighieris „La Commedia“ | Uraufführung 1918


    Am 2. April 2026 findet ein Nachgespräch zum Thema Gewalt gegen Frauen und Femizid – auf der Opernbühne und in unserer Gesellschaft statt:

    Francesca wird von ihrem Ehemann ermordet, weil sie liebt. Rachmaninows Oper erzählt eine Geschichte, die über 700 Jahre alt, und doch bis heute millionenfach Realität ist: Sie steht exemplarisch für ein System, in dem Frauen zu Objekten werden und ihr Leben weniger zählt als männliche Ehre. Leider sind Gewalt gegen Frauen, patriarchale Besitzansprüche und Femizid keine Relikte der Vergangenheit, sondern allzu häufig Realität unserer Zeit.

    Im Anschluss an die Vorstellung sprechen wir daher mit Regisseur Manuel Schmitt sowie mit Vertreterinnen der AWO Frauenberatungsstelle und des Frauenhauses Gelsenkirchen über die Aktualität dieses Stoffes: über Gewalt gegen Frauen, patriarchale Strukturen und Sichtweisen. Zugleich sprechen wir über die Verantwortung von Kunst und Gesellschaft, solche Strukturen sichtbar zu machen, zu hinterfragen und Geschichten wie die von Francesca, Carmen, Desdemona und all den anderen Opfern von Femiziden neu zu erzählen. Außerdem soll es ganz konkret darum gehen, wie realen Betroffenen geholfen werden kann.

    Ein Nachgespräch für alle, die tiefer hören, weiter denken und gemeinsam Fragen stellen wollen.

    Moderation: Larissa Wieczorek, Chefdramaturgin
    Gesprächsteilnehmer: Manuel Schmitt, Regisseur; Laura Holsten & Hüriyet Yilmaz (AWO Frauenberatungsstelle/Frauenhaus)


  • Geschichte

    Zwei Opern – ein extremer Gegensatz: Rachmaninow und Puccini entführen uns in diesem kontrastreichen Operndoppelabend in die (Familien-)Hölle. Ersterer mit einer erschütternden Tragödie, zweiterer mit einer rasanten Komödie.

    In „Francesca da Rimini“ werden die Titelheldin und ihr Geliebter Paolo aus tödlicher Eifersucht von dessen Bruder, Francescas Ehemann, ermordet. In Puccinis „Gianni Schicchi“ hingegen engagiert eine Familie den gerissenen Titelhelden, um das Testament ihres soeben verstorbenen Verwandten zu ihren Gunsten zu fälschen. Mittendrin kämpft Gianni Schicchis Tochter Lauretta mit dem Arienhit „O mio babbino caro“ darum, ihren Liebsten heiraten zu dürfen.

    Basierend auf Versen aus dem Inferno-Teil der „Göttlichen Komödie“ Dante Alighieris schufen Rachmaninow und Puccini Operneinakter, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Die selten gespielte Kurzoper Rachmaninows entfesselt mit tosenden Wirbelwinden, klagenden Seelen und überwältigend sehnsuchtsvoller Melodik auch musikalisch die Hölle. Puccinis komische Oper rund um die kafkaesk anmutenden Versuche einer Familie, die Bürokratie zu überlisten, zündet hingegen ein Feuerwerk an Witz, Tempo und grotesken Charakterschilderungen: große Operngeste, geheuchelte Gefühle, schlitzohrige Cleverness – und echte Liebe, die sich gegen jede Intrige behauptet.

    Hinweis: Die Inszenierung nutzt stroboskopähnliche Lichteffekte.
    Informationen zu möglichen sensiblen Inhalten und Triggerwarnungen finden Sie
    hier.

  • Mitwirkende

  • Programmheft

  • Video

    Francesca da Rimini | Gianni Schicchi - Trailer
  • Presse

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