Holozän-5c1ed6
Premiere
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  • Geschichte

    Wird die Natur den Menschen überleben? Und wer schreibt dann ihre Geschichte fort? Max Frischs Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“ von 1979 meistert den Spagat von der Zeit vor dem ersten Homo sapiens bis in die Zukunft. Dass sich der poetische Text hervorragend für die Bühne eignet, beweisen seine zahlreichen Theateradaptionen. Mit einer raffinierten Collage-Technik hinterfragt er die Informationsflut unserer Wissensgesellschaft und ruft uns die Folgen unserer Umwelteingriffe ins Gedächtnis. Letzteres zu verlieren, ist die größte Angst von Herrn Geiser. Doch es wird genau sein Schicksal. Ein Unwetter schneidet sein einsames Bergdorf im Tessin von der Umgebung ab. In der Isolation sammelt Herr Geiser Notizen zur Erd- und Menschheitsgeschichte aus Lexika und heftet sie an die Wände. Seine Demenz kann er damit jedoch nicht aufhalten …

    Die weltweiten Ablagerungen menschlichen Wirtschaftens markieren eine neue Schicht im Erdzeitalter: das Anthropozän. Denn erst seit der Industrialisierung steigen Emissionskurven, Müllberge und Co. deutlich und mit zunehmendem Ressourcenabbau und globaler Handelsvernetzung in den letzten Jahrzehnten rapide. Als Angehörige der Generation „Klimastreik“ suchen Regiestudierende mit Puppen und Spieler*innen am MiR nach Antworten auf brennende Fragen.

  • Mitwirkende
  • Partner

    Das MiR Puppentheater Gelsenkirchen wird gefördert im Rahmen von NEUE WEGE durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und das NRW KULTURsekretariat und ist eine Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.