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  • Geschichte

    „Fabian“ mit Martin Brambach in der Titelrolle Jakob Fabian, Germanist und Reklametexter, taumelt durch das Berlin der 1920er Jahre. Nirgendwo liegen Glanz und Elend, Ekstase und Verbrechen näher beieinander. Fabian trifft Trinker, inspirierende Künstler und suizidgefährdete Intellektuelle und versucht, im Großstadtdschungel seine Ideale zu behaupten. Gleichzeitig gerät die junge Demokratie der Weimarer Republik zunehmend in Schlingerkurs. Als Fabian der Juristin Cornelia begegnet, scheint das Liebesglück zum Greifen nah. Aber es ist nicht die Zeit für Zukunftspläne …

    Erich Kästners satirischer Roman durfte 1931 nur zensiert als „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ erscheinen. Zwei Jahre später entschied sich der Autor gegen eine Flucht vor dem nationalsozialistischen Terror und sah selbst mit an, wie seine Bücher in Berlin verbrannt wurden. Erst 2013 veröffentlichte die Literaturforschung Kästners Roman vollständig unter dem Ursprungstitel „Der Gang vor die Hunde“. Zum 125. Geburtstag und 50. Todestag von „Deutschlands hoffnungsvollstem Pessimisten“ (Marcel Reich-Ranicki) rücken der Humor und das Einfühlungsvermögen, aber auch die messerscharfe Kritik in Erich Kästners Texten ins öffentliche Bewusstsein. Aus dem „Fabian“-Stoff flochten die Schauspieler*innen Martin Brambach und Christine Sommer zusammen mit Kolleg* innen und dem Jazz-Trio „Babylon Syncopators“ einen erschreckend heutigen, unterhaltsamen Theaterabend zu populärer Musik aus der Zeit.