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  • Geschichte

    Manfred, der leidenschaftliche, ruhelose Held Lord Byrons, wird von dämonischen Geistern heimgesucht. Ein Stoff ganz nach dem Geschmack Robert Schumanns, der zeitlebens die neueste Literatur verschlang und deren Fabelwesen in seinen Kompositionen verarbeitete – wie auch in der Schauspielmusik zu „Manfred“. Ein lebender Engel stand wohl Pate bei Felix Mendelssohns 1. Klavierkonzert: die junge Pianistin Delphine von Schauroth, in die er verliebt war. Mit Matthias Kirschnereit interpretiert das Werk ein ausgewiesener Mendelssohn-Spezialist.

    Himmlische Paradiese und dämonische Gewalten prägen gleichermaßen die mächtige Musik des tiefreligiösen Anton Bruckner. In seiner 2. Sinfonie zitiert er lyrische Themen aus seiner f-moll-Messe, lässt das Orchester aber auch mehrfach wie einen Vulkan ausbrechen und brodelnde Lava in Form von Tremoli und Bläserchören über seine Hörer*innen ausschütten. Pavel Baleff, Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden und designierter Musikdirektor in Nordhausen und Limoges, steht am Pult für dieses Konzert zwischen himmlischen und irdischen Tönen.

    Programm

    Robert Schumann (1810–1856)
    Ouvertüre zu „Manfred op. 115“

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-moll op. 25

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Sinfonie Nr. 2 c-moll WAB 102


  • Mitwirkende