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Liebes Publikum,

endlich wieder Theater! Wir freuen uns sehr, für Sie spielen zu können und haben umfassende loading... für einen sicheren und entspannten Besuch im MiR entwickelt. Bitte beachten Sie die loading..., um die Gesundheit aller Anwesenden zu schützen – vor, hinter und auf der Bühne.

Ihr Musiktheater im Revier

Wir spielen weiter – mit Sicherheit und Abstand

In der Stadt Gelsenkirchen hat das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus in den letzten Tagen deutlich zugenommen und es wurden neue Maßnahmen von Seiten der Stadt beschlossen. Das MiR kann den Spielbetrieb fortführen und bietet allen Besucher*innen weiterhin einen sicheren Theaterabend.

Das Hygienekonzept des MiR wird laufend angepasst und gewährleistet weiterhin die Einhaltung aller geltenden Regelungen. Auch die Rückmeldungen der Besucher*innen werden dabei berücksichtigt. Mit einer erneuten Reduktion der Platzkapazität auf nunmehr 20% reagiert das MiR auf den aktuellen Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Gleichzeitig gilt ab sofort die Maskenpflicht auch während der Vorstellungen. Weil niemand weiß, wie lange wir noch mit dieser Situation umgehen müssen, wird das Platzkontingent bis auf Weiteres vorsorglich reduziert.

Wir stehen weiterhin im engen Kontakt mit der örtlichen Gesundheitsbehörde. Die Erfahrung der letzten Wochen haben bewiesen, dass ein sicherer Spielbetrieb mit den umgesetzten Maßnahmen möglich ist.

ÄNDERUNGEN IM SPIELPLAN

Neuer Premierentermin für Händel-Oper und neue Produktion „Die Kluge / Erwartung“ ab 2. Januar 2021

Ein gelungener Start in die neue Spielzeit ist geschafft und die Beschäftigten des MiR freuen sich, wieder für und vor Publikum spielen zu können. Doch das Coronavirus wirkt sich an einigen wenigen Stellen nun dochauf die bereits veröffentlichte Planung des Programms aus. So ist es aus dispositionellen Gründen notwendig, die für den 14. November geplante Premiere der Händel Oper loading... um eine Woche, auf den 21. November,zu verschieben. Die für den 21. November geplante Vorstellung von loading... wird entsprechend auf den 14. November vorverlegt.

Ebenfalls aus coronabedingt dispositionellem Grund muss die für den 1. Januar 2021 geplante Uraufführung „Fidelio schweigt“ von Ludwig van Beethoven/Charlotte Seither auf die Spielzeit 2021/2022 verschoben werden. Stattdessen präsentiert das MiR am 1. Januar das traditionell an diesem Termin gespielte loading... der Neuen Philharmonie Westfalen, diesmal unter dem Titel „Von Madrid nach Wien“, unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann.

Anstelle der geplanten Vorstellungen von „Fidelio schweigt“ bringt MiR-Intendant Michael Schulz nun einen ganz besonderen Abend auf die Bühne des Großen Hauses: loading... von Carl Orff und Arnold Schönberg werden zu einem spannungsreichen Musiktheaterabend verknüpft. Im Zentrum beider Stücke stehen zwei ungewöhnliche, starke Frauenfiguren – die mehr miteinander verbindet, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Carl Orff und Arnold Schönberg – zwei Komponisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, zwei Lebenswege, die exemplarisch für das 20. Jahrhundert stehen. Der eine feiert in dunkelster Zeit in Deutschland Erfolge, der andere emigriert in die USA und wird zum musikalischen Erneuerer. Wie realistisch die Utopie der Liebe sein kann, hat wohl niemand überzeugender in Töne gegossen als Wolfgang Amadeus Mozart. Musik von ihm setzt einen hoffnungsvollen Konterpart dieses kontrastreichen Abends.

Der Premierentermin von loading... ist Samstag, der 2. Januar 2021 um 19:30 Uhr. Die Eintrittskarten für die Premieren behalten ihre Gültigkeit. Eintrittskarten für die von den Verschiebungen betroffenen Termine können an der Theaterkasse gegen ein anderes Datum getauscht werden. Karten für das Neujahrskonzert sind ab sofort an der Theaterkasse erhältlich. Besucher*innen, die bereits Karten für die benannten Vorstellungen erworben haben, wurden bereits in einem separaten Anschreiben von der Theaterkasse des MiR darüber informiert.

Das MiR trauert um Isidora Žebeljan

Die berühmteste zeitgenössische Komponistin Serbiens ist von uns gegangen: Isidora Žebeljan verstarb nach schwerer Krankheit mit nur 53 Jahren. Auch international bekannt, komponierte sie vor allem Opern, Bühnen- und Filmmusiken und Orchesterwerke.

Isidora Žebeljan war die experimentierfreudige Komponistin schräg-temporeicher Opern wie „Eine Marathon-Familie“, einem Auftragswerk für die Bregenzer Festspiele, oder doppelbödiger Dreiecksgeschichten für die Wiener Kammeroper wie „Zora D“, hochanspruchsvoller Orchesterwerke u.a. für The Academy of Saint Martin in the Fields, unzähliger Auftragsarbeiten für Ensembles wie das Brodsky-Quartett oder London Brass. Außerdem lehrte sie als Professorin an der Belgrader Musikhochschule und orchestrierte die wilden Balkan-Sounds von Goran Bregovič für Filme von Emir Kusturica.

Auch für das Musiktheater im Revier war sie mehrfach tätig. Ihre fünfte Oper „Nahod Simon“ („Simon das Findelkind“), nach dem serbischen Volksgedicht "Nahod Simeun" und dem Roman "Der Erwählte" von Thomas Mann, wurde im Mai 2015 vor begeistertem Premierenpublikum uraufgeführt. Bereits 2009 komponierte sie für das MiR „Simon der Erwählte“ als Teil der „Eichbaum-Oper“. Bei beiden Stücken stammte das Libretto von ihrem Ehemann Borislav Čičovački.

MiR Generalintendant Michael Schulz denkt gern an die gemeinsame Zeit zurück: „Zutiefst bedauere ich, dass die bedeutende serbische Komponistin Isidora Žebeljan, und mit ihr zugleich eine gewichtige Sprache der zeitgenössischen osteuropäischen Musik, viel zu früh verstummt ist. Wir erinnern uns außerordentlich gern an die Zusammenarbeit mit ihr anlässlich von „Nahod Simon“, an ihr ungemein energiegeladenes Wesen, welches sich auch in ihrer Musik aus tiefer Spiritualität und überbordender Lebensfreude widerspiegelte. In unseren Gedanken sind wir bei Ihrem Mann und ihrem Sohn.“

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